Schützenbruderschaften haben in unserem Lande ihre Geschichte, ihre Höhen und Tiefen, ihre glanzvollen Epochen und ihre Krisen. Immer aber ist dieses Auf und Ab, ist dieser ständige Wechsel des Geschehens durch alle Jahre mit Namen und Personen verbunden, die durch treue Mitgliedschaft, Idealismus und Mitarbeit die Schützenbruderschaft St. Hubertus Hemmersbach 1875 e.V. getragen haben.

1875 fanden sich die ersten Männer Jacob Simons, Wilhelm Brand, Franz Jungbluth, Mathias Schiffer, P. Natzheim und Mathias Fuß und stammen zur Hälfte aus den Orten Hemmersbach und Habbelrath zur Gründung unserer Bruderschaft zusammen. Sie waren mit den Bürgern von der Notwendigkeit eines solchen Schrittes überzeugt, der dahin wirken sollte, stets Bürger und Gemeinsinn in unserer Stadt zu fördern und unter allen Ständen eine auf gegenseitige Achtung beruhende Verbindung und Annäherung hervorzurufen. In den Annalen unserer Protokolle ist die wechselvolle Geschichte unserer Schützenbruderschaft und die Verbundenheit mit unserer Heimat festgehalten.

Mit Stolz können wir auf eine lange Schützentradition in unserer Stadt zurückblicken, in der sowohl der Schießsport, die Jugendarbeit als auch die Geselligkeit und Pflege des heimatlichen Brauchtums ihren festen Bestand haben. Eine Gemeinschaft, die nicht nur aus Tradition handelt, sondern sich stets mit neuen Zielsetzungen den sportlichen, sozialen und gesellschaftlichen Belangen heutiger Anforderungen angepasst hat. Nicht die äußere Form unserer Feste sind das Wesentliche. Vielmehr die Tatsache, dass unser Schützenwesen Menschen aus Nah und Fern, jeglichen Alters und gesellschaftlicher Stellung zu einer großen Gemeinschaft zusammenführt, in der Gastfreundschaft, Toleranz und Geselligkeit ihren festen Platz haben. Die Verwirklichung dieser Ziele entspricht unserer Einstellung zur Rheinischen Schützentradition, der wir uns auch weiterhin verpflichtet fühlen.

Brudermeister Arnold Koberg